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Neuigkeiten...
Nina Gunkelmann wird mit Adolf-Martens-Preis geehrt (21.01.2020)
Bei einer Festveranstaltung der BAM in Berlin-Steglitz wurde Jun.
Prof. Nina Gunkelmann am 21. Januar 2020 mit einem der drei
Adolf-Martens-Preise 2018 auf dem Gebiet der Werkstofftechnik und
Materialforschung für ihre Forschung zu Stoßwellen in heterogenen
Materialien geehrt. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von
3000 Euro dotiert. Der Name des seit 1991 vergebenen Preises geht
zurück auf Adolf Martens (1850-1914), den Leiter des Königlichen
Materialprüfungsamtes, aus dem später die BAM hervorgegangen ist.
Getragen wird die Auszeichnung vom Adolf-Martens-Fonds e.V., einem
gemeinnützigen Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, hervorragende
Arbeiten in den Disziplinen Werkstoffwissenschaften,
Materialforschung und -prüfung, Analytische Chemie sowie
Sicherheitstechnik einschließlich Arbeitsschutz und verwandter
Gebiete auszuzeichnen und damit den wissenschaftlichen Nachwuchs zu
fördern.
In ihrer Forschung wurde das Verhalten von heterogenen Materialien -
von polykristallinen bis porösen Materialien - unter Stoßkompression
mit Hilfe von Molekulardynamiksimulationen analysiert. Stoßwellen
sind in vielen Arbeitsbereichen allgegenwärtig und werden sowohl in
der Physik als auch den Ingenieurwissenschaften umfangreich
untersucht. Sie sind von elementarem Interesse für geologische und
kosmische Prozesse, bei denen sie beispielsweise einen Einblick in
das Verständnis von Meteoriteneinschlägen ermöglichen.
Die Resultate können verwendet werden, um Materialien mit
verbesserten Eigenschaften bei Hochgeschwindigkeitsstößen zu
konzipieren. Ein Schwerpunkt der Arbeit wurde auf den Einfluss der
Phasenumwandlung von bcc nach hcp und vice-versa bei Stoßkompression
von polykristallinem Eisen und Eisen-Kohlenstoff und die damit
verbundenen Änderungen der plastischen Eigenschaften gelegt. Die
Fragestellung ist von aktueller Bedeutung, da durch intensive
Laserpulse wohldefinierte Druckwellen durch das Material propagiert
werden können. Außerdem sind moderne experimentelle Methoden wie
beispielsweise die Röntgenbeugung in der Lage, den Durchlauf der
Stoßwelle mit hoher zeitlicher und örtlicher Auflösung zu verfolgen.
Erstmals konnte in Übereinstimmung mit Experimenten die sogenannte
3-Wellen-Struktur aus elastischer Kompression, plastischer
Verformung und der Phasentransformationsfront mit Hilfe von
Molekulardynamiksimulationen gefunden werden. Diese hat einen
entscheidenden Einfluss auf die Materialeigenschaften und ist damit
von hoher wissenschaftlicher Bedeutung. Damit wurden neue
Zugangswege erschlossen, um die Materialeigenschaften von Eisen
unter extremen Bedingungen zu studieren.
Poröse Stoffe wie beispielsweise Metall-Nanoschäume weisen wegen
ihres geringen Gewichts und der hohen Festigkeit vielversprechende
Material-Charakteristika unter
Hochgeschwindigkeits-Einschlagsbelastung auf. Hier bildet sich
ebenfalls eine charakteristische 3-Wellen-Struktur, die zu drei
Regimes der Materialantwort zugeordnet werden kann: elastische
Deformation, plastisches Verhalten und vollständiges Kollabieren
oder Kompaktifizieren des Metallschaums. Die Versetzungsbildung in
den Filamenten konnte veranschaulicht und mit dem
Geschwindigkeitsprofil korreliert werden. Wenn poröse granulare
Körper auf eine Wand auftreffen, werden sie ebenfalls
kompaktifiziert. Allerdings verhält sich granulare Materie im
Vergleich zu Schaumstrukturen unterschiedlich in der Hinsicht, dass
die Kompaktifizierung inhomogen ist und sich auf das gesamte
granulare Projektil auswirkt. Mit Hilfe eines granular-mechanischen
Algorithmus konnte die SWZ-Juniorprofessorin den Aufprall eines
porösen granularen Aggregats, das aus adhäsiven mikrometergroßen
Quarzkörnern besteht, auf eine harte Wand simulieren. Eine
Kompaktifizierungswelle propagiert durch das Projektil und
infolgedessen baut sich ein inhomogenes Dichteprofil aus. Der Grad
der Kompaktifizierung sinkt mit größerem Abstand vom Aufprallpunkt.
Innovative Lehre: Internationale „Teaching Staff Week“ (02. -
06.12.2019)
Simulationswissenschaftliches Zentrum organisiert eine Woche lang
Workshops, Meetings und Lehrveranstaltungen mit Dozenten aus aller
Welt
Die Dozenten kommen von der Oxford University, aus Japan, Brasilien
und Indonesien: Das Simulationswissenschaftliche Zentrum
Clausthal-Göttingen (SWZ) trägt der Internationalisierung in
Forschung und Lehre Rechnung und organisiert vom 2. bis 6. Dezember
erstmals eine International Teaching Staff Week an der Technischen
Universität Clausthal. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Zielgruppe der innovativen Weiterbildungswoche sind insbesondere
Masterstudierende, Promovierende und Uni-Beschäftigte aus den
Bereichen Materialphysik, Geowissenschaften, Maschinenbau,
Verfahrenstechnik und Mathematik/Informatik. „Thematisch werden
insbesondere verschiedene Simulationsmethoden in den
Materialwissenschaften vorgestellt und gezeigt, wie diese mit
Hilfe von High-Performance Computing beschleunigt werden können.“,
sagt Professorin Nina Gunkelmann, stellvertretende SWZ-Vorsitzende.
Unterstützung erhält das Forschungszentrum bei der Durchführung der
International Teaching Week, die auf Englisch stattfindet, vom
Internationalen Zentrum Clausthal.
Begleitet werden die täglichen Veranstaltungen in unterschiedlichen
Hörsälen von besonderen Angeboten, etwa dem Besuch der Iberger Tropfsteinhöhle, des Weihnachtsmarktes in Goslar und des UNESCO-Weltkulturerbes Rammelsberg (Besucherbergwerk und Museum). Als besonderes Highlight bietet das Rahmenprogramm den
Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen internationalen Science Slam
in Kooperation mit Science on the Rocks e.V..
Die Teilnahme an dieser internationalen Veranstaltung wird mit einem
Zertifikat bescheinigt.
Internationale SWZ-Konferenz: Simulation und Modellierung werden immer
wichtiger (08. - 10.05.2019)
Clausthal-Zellerfeld. Sie optimieren zum Beispiel Fabriken,
Fahrpläne und Werkstoffe: In Zeiten der digitalen Transformation
kommt der Simulation und Modellierung von Prozessen eine immense
Bedeutung zu. Mehr als 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
dieser Fachrichtung haben sich auf dem zweiten „Clausthal-Göttingen International Workshop on Simulation Science“ vom 8. bis 10. Mai in der Aula Academica der TU Clausthal
getroffen.
Mit der aktuellen Tagung werde die Sichtbarkeit des
Simulationswissenschaftlichen Zentrums Clausthal-Göttingen (SWZ)
weiter erhöht, unterstrich der Clausthaler Universitätspräsident
Professor Joachim Schachtner bei der Begrüßung. Das SWZ war 2013 als
gemeinsames Zentrum der beiden südniedersächsischen Universitäten
gegründet worden. Vom Land Niedersachsen zwischen 2013 und 2019 mit
4,3 Millionen Euro gefördert, sind seither rund 20 Forschungsprojekte
aufgesetzt und zwei Juniorprofessuren installiert worden. „Das stimmt
für die Zukunft dieser engen Forschungskooperation zwischen Clausthal
und Göttingen optimistisch“, so Professor Schachtner.
Auch Professor Jens Grabowski, Dekan der Fakultät für Mathematik und
Informatik der Universität Göttingen, hob die Bedeutung des SWZ
hervor: „Das Zentrum ist eine Erfolgsstory.“ Als Beleg verwies er zum
einen auf Professor Marcus Baum. Der Wissenschaftler war zunächst
Juniorprofessor am Simulationswissenschaftlichen Zentrum und ist
inzwischen als W3-Professor für die Universität Göttingen gewonnen
worden. Zum anderen hielt Professor Grabowski den gerade
veröffentlichten Forschungsbericht des SWZ in die Höhe. Der Umfang von
260 Seiten spreche für die vielfältigen Aktivitäten des
Forschungszentrums.
Inhaltlich beschäftigt sich das SWZ mit drei Forschungsfeldern:
Simulation und Optimierung von Netzen, Simulation von Materialen und
verteilte Simulation. Die Kombination dieser Themen und der
interdisziplinäre Ansatz mache das Besondere der aktuellen Tagung aus,
sagte der Clausthaler Professor Gunther Brenner als Sprecher des
Simulationswissenschaftlichen Zentrums Clausthal-Göttingen.
Informatiker, Mathematiker und Ingenieure aus Deutschland und aller
Welt brachten sich in die Konferenz ein und tauschten sich über 45
Fachbeiträge aus. Leitvorträge hielten: Professor Benoît Appolaire
(University of Lorraine, Frankreich) über Phasenfeldsimulationen von
plastischer Verformung in Metallen, Thomas Drescher (Leiter
Fahrzeugtechnik der Volkswagen AG) über die Bedeutung der
Digitalisierung für die Entwicklung der Mobilität und Professor Peter
Vortisch (Karlsruher Institut für Technologie) über die Simulation von
Verkehr und Mobilität.
Ein Höhepunkt war zudem die Podiumsdiskussion zu digitalen Lehr- und
Lernmethoden. Die Moderation übernahm Juniorprofessorin Nina
Gunkelmann, die die Tagung mit Unterstützung von SWZ-Geschäftsführer
Dr. Alexander Herzog reibungslos organisiert hatte. Weitgehend einig
waren sich die fünf Diskutierenden darüber, dass Simulations- und
Modellierungstechniken künftig zu einem zentralen Element in der Lehre
an Universitäten werden. „Da steht ein Wandel bevor“, sagte
beispielsweise Professor Brenner, auch für die Rolle der Lehrenden.
Neuer SWZ-Vorstand gewählt
Am Rande der Konferenz ist auf der Zentrumsversammlung turnusmäßig ein neuer Vorstand gewählt worden. Vorsitzender für die kommenden zwei Jahre ist Professor Marcus Baum (Universität Göttingen), Stellvertreterin ist Juniorprofessorin Nina Gunkelmann (TU Clausthal). Weitere Vorstandsmitglieder sind aus Göttingen Professor Jens Grabowski und Fabian Sigges, M.Sc., sowie aus Clausthal Professor Jörg Müller und Dr.-Ing. Andreas Reinhardt.
Videos zur Veranstaltung
Eine Reihe von Vorträgen konnten nach Zustimmung der jeweiligen Redner ebenfalls aufgezeichnet werden und stehen auf dem Video-Server der TU Clausthal zum Abruf bereit.
Fotos von der Konferenz
Fotos von der Konferenz finden sich direkt auf der Simulation Science Homepage.